Perle

Perlen wachsen wachsen nur in Muscheln. Diese kommen sowohl im Süß- als auch im Meerwasser vor. Die Weichtiere lagern Perlmutt an der Innenseite ihrer Schale ab, damit die Schale härter wird. Das erhöht den Schutzfaktor vor Feinden.

Manchmal kommt es aber vor, dass sich im Inneren der Muschel zusätzlich ein kleines Perlmuttgebilde entwickelt: die Perle.
Warum das so ist, konnte bislang niemand wirklich ausnehmend beantworten.

Warum bildet eine Muschel eine Perle?
Man nimmt an, dass ein Fremdkörper im Inneren der Muschel das Weichtier zur Produktion des zusätzlichen Perlmutts anregt ähnlich einem Sandkorn.

Mittlerweile geht die Wissenschaft aber davon aus, dass die fehlerhafte Perlmutt-Produktion auf eine Erkrankung zurückzuführen ist. Bewiesen ist das freilich nicht. So gilt weiterhin: Eine Naturperle entsteht unter ungeklärten Umständen.

Was ist Perlmutt?
Die Perle ist organisch, kein „kalter“ Edelstein. Sie besteht aus denselben Bestandteilen wie das Perlmutt, das selbst zu Schmuck verarbeitet wird. Perlmutt besteht aus 

_Aragonit: kohlensaurer Kalk
_Conchin: eine Substanz verwandt mit Horn

Neigt eine Muschel zur Perlenbildung, bildet sich Schicht für Schicht ein mehr oder minder rundes Perlmutt-Gebilde. Dieser Prozess kann bis zu sieben Jahre dauern.

Die langen Entstehungszeiten und die Tatsache, dass man die entsprechenden Muscheln immer erst finden muss, treiben die Preise für natürliche Perlen in exorbitante Höhen. 


Was bestimmt den Wert einer Perle?
Größe, Form und Farbe sind ausschlaggebend. Zusätzlich wird der aus dem Zusammenspiel der beiden Perlmutt-Bestandteile Aragonit und Conchin entstehende Glanz und die Lichtbrechung („Lüster“ und „Orient“) in die Bewertung einbezogen.

Lüster ist der oberflächige Glanz und der Schimmer der Perle, sozusagen die Brillanz der Oberfläche. Es ist ein Hauptkriterium.
Orient: Die Lichtbrechung in den vielen, fast durchsichtigen Perlmutt-Schichten ist ein Qualitätsmerkmal bei Perlen.
Größe: Auch der Durchmesser einer Perle bestimmt ihren Wert. Die Länge der Zucht- und Pflegephase bestimmt die Dicke der

Perlmuttschicht: Man sollte eine kleine Perle mit einem schönen Lüster einer großen, aber nicht so schön schimmernden Perle vorziehen.
Farbe: Bei der Farbe gibt es in der Natur kaum Grenzen. Grundsätzlich gilt, je weißer eine Perle, desto höher ist der Wert. Allerdings erzielen auch goldfarbene Südseeperlen und dunkelbraune Tahitiperlen hohe Preise.
Form: Da Perlen Naturprodukte sind, sieht jede Perle ein wenig anders aus. Bei der Form gilt, je runder, desto teurer. Allerdings sind auch Perlen in ungewohnten Ausprägungen sehr begehrt (Barockperlen).

Welche Arten von Perlen gibt es?
Das Spektrum an Farben ist überraschend vielfältig. Es erstreckt sich von glänzendem Weiß über edles Silber, verspieltes Rosa, stilvolles Gold oder gediegenes Grau bis hin zu geheimnisvollem Schwarz.

Zur Vereinfachung haben sich folgende Handelsbezeichnungen für Perlen durchgesetzt:

Meerwasserperlen-Varietäten
Tahitiperlen aus der Perlmuschel zeichnen sich beispielsweise durch ihre silberne, graue oder schwarze Färbung aus.
Mabe-Zuchtperlen haben eine halbrunde Form. 
Südseeperlen schimmern meistens weiß bis golden.
Akoya-Perlen bezeichnen Zuchtperlen aus dem Japanischen Meer, inzwischen meist aus Chinesischer Produktion. Sie sind von Natur aus weiß oder cremefarben.

Süßwasserperlen und ihre Varietäten

Flussperlen werden von Flussperlmuscheln gebildet. Sie sind meist klein mit einem etwas schwächeren Lüster als bei Meerwasserperlen. Sie kommen in den Flüssen und Bächen der nördlichen Hemisphäre vor.
Biwa-Perlen stammen aus dem gleichnamigen Biwasee in Japan. Sie sind von hervorragender Qualität, wachsen ohne Kern und bilden daher ungewöhnliche Formen.
Zuchtperlen aus dem Süßwasser sind generell die günstigste Art von Perlen, und zwar weil in ihnen bis zu 50 Perlen pro Muschel gleichzeitig heranwachsen können.

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